2. Was heißt...? Begriffe und Erklärungen



2.1 Was ist ein Studienplan/Curriculum?
Der Studienplan („Curriculum“) beschreibt Inhalt, Dauer und Aufbau eines Studiums. Er wird von der jeweiligen Universität für jede einzelne Studienrichtung festgelegt.
Studienpläne sind gemeinsam mit den Vorlesungsverzeichnissen die wichtigsten Planungsgrundlagen für die Gestaltung des eigenen Studiums.
Die einzelnen Studienrichtungen finden Sie unter www.studienwahl.at oder über das Verzeichnis aller österreichischen Universitäten und Fachhochschulen www.bmwf.gv.at/submenue/wissenschaft/national/studieren_in_oesterreich/universitaeten/gesamtuebersicht_az/


2.2 Was ist die ÖH/Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft?
Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (www.oeh.ac.at) ist die gesetzliche Interessensvertretung der Studierenden.
Sie gibt wichtige Broschüren heraus und organisiert Serviceeinrichtungen für Studierende wie z.B. die „Studien- und Maturantenberatung“: höhersemestrige Studierende informieren Interessierte über ihre Studienrichtung. Siehe „Studienrichtungsvertretung“ des jeweiligen Studiums. Diese finden Sie über www.oeh.ac.at/ueber_die_oeh/oeh_vor_ort/studienvertretung/  


2.3 Was ist ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis? (KoVo)
Das ist eine sehr empfehlenswerte Broschüre des aktuellen Semesters, in der die einzelnen Lehrveranstaltungen einer Studienrichtung inhaltlich und ggfs. mit Rahmenbedingungen beschrieben sind. Mit einem kommentierten Vorlesungsverzeichnis kann man sich genauere Vorstellungen davon machen, was in dieser Studienrichtung bzw. in den einzelnen LVs gelehrt wird. Oft sind weitere Angaben zu Teilnahmevoraussetzungen, Prüfungsmodalitäten, Literatur und Studienplan enthalten. Leider gibt es nicht für jede Studienrichtung ein KoVo. Bei der Studienrichtungsvertretung (ÖH) bzw. am jeweiligen Institut ist zu erfahren, ob es zu einer bestimmten Studienrichtung ein aktuelles, kommentiertes Vorlesungsverzeichnis gibt, das eventuell auch im Internet abrufbar sein kann.


2.4 Was ist der Unterschied zwischen Vorlesungen, Übungen, Proseminaren und Seminaren?
Vorlesungen finden meist in großen Hörsälen statt, sind öffentlich zugänglich und es gibt keine Beschränkung der Anzahl der HörerInnen oder Kontrolle der Anwesenheit. Vorlesung bedeutet meist einen monologen Vortrag ohne Beteiligung der ZuhörerInnen.
Übungen, Proseminare und Seminare sind meist mit bestimmten Zulassungsvoraussetzungen verbunden. Sie finden in kleinerem Rahmen statt, in welchem bestimmte Thematiken unter Mitarbeit der TeilnehmerInnen erarbeitet und vertieft werden. Während über die in den Vorlesungen vermittelten Inhalte jeweils eine globale Prüfung abgelegt werden muss, sind Übungen, Proseminare und Seminare Lehrveranstaltungen mit „prüfungsimmanentem“ Charakter, d.h., das Wissen kann ständig überprüft werden. Es besteht Anwesenheitspflicht und man darf höchstens eine bestimmte Anzahl von Stunden fehlen.

Übungen dienen praxisbezogen zur Lösung konkreter Aufgaben.
Proseminare führen in die Fachliteratur und die Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens ein. Es sind Referate zu halten bzw. schriftliche Arbeiten zu verfassen.
Seminare dienen der wissenschaftlichen Diskussion, dazu ist gründliche Vorbereitung erforderlich. Die TeilnehmerInnen haben mündliche und schriftliche Beiträge zu erbringen.


2.5 Was ist eine SWS/SSt/Semesterwochenstunde?
Eine Semesterwochenstunde ist eine Einheit, die das Ausmaß einer Lehrveranstaltung angibt. Eine Semesterwochenstunde entspricht dabei einer „Unterrichtsstunde“ (à 45 Minuten) in jeder der 15 Wochen eines Semesters.
Zur Erläuterung ein konkretes Beispiel: Hat jemand ein Semester lang jeden Montag Nachmittag von 14.00 – 15.30 eine Vorlesung (2stündig, weil 2 mal 45 Minuten) besucht und die dazugehörige Prüfung positiv abgelegt, bekommt er/sie dafür ein Zeugnis über 2 Semesterwochenstunden.


2.6 Was bedeutet s.t/c.t?
Mit s.t. („sine tempore“) ist gemeint, dass die Lehrveranstaltung „pünktlich“ zum angegebenen Zeitpunkt beginnt, c.t. („cum tempore“) bedeutet, der Beginn der Lehrveranstaltung ist um die berühmte „akademische Viertelstunde“ verzögert (also 14.00 c.t. bedeutet 14.15).

 
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