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Schritt 2: Entscheidungsmethoden kennen lernen und damit die Wunschliste bearbeiten
Du hast eine Liste möglicher Studienrichtungen oder Berufe.
Besteht deine Liste noch nicht aus gängigen Studienrichtungsbezeichnungen (Uni) oder Studiengangbezeichnungen (FH), sondern aus Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsbeschreibungen, helfen dir die Schritte
- 1.2.
- 1.4.
- 1.5.
- 1.6. bei der Übersetzung in Studien.
In den folgenden Beispielen geht es mit Studienrichtungs- bzw. Studiengangbezeichnungen weiter.
Wenn du z.B.: Sprachen studieren willst, aber diese noch nicht näher differenzieren kannst, lass einfach „Sprachen“ in der Liste stehen.
Und so wird es konkret gemacht:
- Verteile Prozente auf deine einzelnen Studienwünsche und gehe dabei (vorerst) gefühlsmäßig vor.
Beispiel A – Susannes Liste:
Musik 5 %
BWL (Betriebswirtschaftslehre) 35 %
Jus (Rechtswissenschaften) 30 %
Geschichte 6 %
PUK (Publizistik und Kommunikationswissenschaften) 9 %
Sprachen 15 %
100 %
Erste Bearbeitungsmöglichkeit: Entscheidung zwischen Studium (Beruf) und Hobby:
Frage dich, welche Tätigkeiten beziehungsweise Berufsvorstellungen, zu denen die entsprechenden Studienwünsche auf deiner Liste führen würden, auch als Hobby lebbar wären.
Im Beispiel A konnte sich Susanne als Erstes entscheiden, die Musik als Hobby weiter zu betreiben. Sie denkt daran, Privatstunden zu nehmen, oder
- Kurse zu besuchen
- <Konservatorium plus Ort (z.B. Klagenfurt) in Google oder Austronaut eingeben>.
Als Susanne erfährt, dass man an der Uni auch außerhalb der angestammten Studienrichtung interessante Lehrveranstaltungen besuchen und, wenn man will, sogar Prüfungen ablegen kann, entschließt sie sich, auch Geschichte in den Hobbybereich zu verlegen.
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Vor einer Entscheidung informiere dich über
- 3.3. Arbeitsmarkt, Arbeit der Zukunft, voraussichtliche Entwicklungen.
Zweite Bearbeitungsmöglichkeit: Entscheidung zwischen Vollstudium und anderen Aus- und Weiterbildungen
Susanne ist sich unsicher, ob sie ein komplettes Sprachstudium absolvieren soll, da sie auch sehr stark Jus und BWL interessieren. Als sie erfährt, dass man alle Sprachen, die an einer Uni gelehrt werden, auch neben einem Studium in Form von Kursen (Grund-, Mittel- und Aufbaukurse) erlernen bzw. vertiefen kann und im BWL- Studium zwei Wirtschaftssprachen inkludiert sind, entscheidet sie sich gegen ein komplettes Sprachenstudium.
Trotz des Hinweises, dass ein BWL-Studium auch zum beträchtlichen Teil rechtswissenschaftliche Fächer umfasst oder dass rechtswissenschaftliche Kompetenzen auch über Universitätslehrgänge (siehe -> Schritt 1.6.) erworben werden können, will sich Susanne noch nicht zwischen BWL und Jus entscheiden.
Zwischenschritt: Reduzierte Liste neu gewichten
Vielleicht hast du das eine oder andere Studium von deiner Liste streichen können. Dadurch wurden Prozentbeträge frei, die neuerlich auf die verbleibenden Studienwünsche auf deiner Liste verteilt werden können.
Im angeführten Beispiel verteilt Susanne, nach der Streichung von Musik, Geschichte und Sprachen, deren verbleibende Prozente wie folgt:
BWL 35 % + 10 % = 45 %
Jus 30 % + 5 % = 35 %
PUK 9 % + 11 % = 20 %
Gesamt 100 %
Wenn du deine Liste erfolgreich überarbeitet hast, sprich mit einer Person deines Vertrauens darüber,
klick dann > „Optimale Bedingungen“ an und zeichne auf deiner Entscheidungslinie deine neue Position in % ein, belohne dich für den Fortschritt und geh dann zu > Schritt 3, oder hol dir bei den nächsten Beispielen weitere Anregungen.
Dritte Bearbeitungsmöglichkeit: Große Linien erkennen – größere Bereiche zusammenlegen:
Dazu das Beispiel B – Philipps erste Liste:
Informatik 17 %
Mathematik 17 %
Deutsch 23 %
Philosophie 14 %
Astronomie 5 %
Physik 16 %
Architektur 8 %
Gesamt 100 %
Bei Philipps Liste sind zwei große Neigungslinien zu erkennen:
Einem kleineren geisteswissenschaftlichen Neigungsbereich (Deutsch und Philosophie – 37 %) steht ein größerer naturwissenschaftlicher Neigungsbereich gegenüber (55%). Für Philipp sind beide Bereiche wichtig („… die gehören zu mir, ich kann auf keinen verzichten“). Daher gestaltet sich auch der logische nächste Bearbeitungsschritt Hobby statt Beruf für Philipp nicht einfach. Durch die Aussicht, sich an der Uni für alle seine Neigungsbereiche interessante Veranstaltungen herausholen zu können, entschließt er sich, Astronomie (5 %) als Hobby zu betreiben und die Prozente der Architektur zuzuschlagen.
Beispiel B – Philipps überarbeitete Liste:
|
Informatik
|
17%
|
|
Mathematik
|
17%
|
|
Physik
|
16%
|
|
Naturwissenschaftlicher Bereich
|
50%
|
|
Deutsch
|
23%
|
|
Philosophie
|
14%
|
|
Geisteswissenschaftlicher Bereich
|
37%
|
|
Architektur
|
13 %
|
-------------------------------------------------------------
Gesamt 100%
In > Schritt 3 will Philipp die Studienpläne durchstudieren, um einer Entscheidung näher zu kommen.
Beispiel C – erste Liste von Max
Psychologie 17 %
Publizistik und
Kommunikationswissenschaften (Puk) 29 %
Deutsch 30 %
Medizin (Humanmedizin) 17 %
Ernährungswissenschaften 3 %
Biologie 4 %
---------------------------------------------------------------
Gesamt 100 %
Vierte Bearbeitungsmöglichkeit: Abdeckung von Interessensbereichen in einer (anderen) Studienrichtung
Max kann sich vorstellen, seine zwei Interessensgebiete Ernährungswissenschaften und Biologie auch innerhalb eines Medizinstudiums abzudecken. Er könnte die frei werdenden Prozentränge daher dem Bereich Medizin zuschlagen und dann würde Max´Liste, die im
> Schritt 3 weiter bearbeitet wird, folgendermaßen aussehen:
Psychologie 17 %
Publizistik und Kommunikations-
wissenschaften (Puk) 29 %
Deutsch 30 %
Humanmedizin 24 %
Gesamt 100 %
Beispiel D – Rosas Liste:
Rosa ist im Unternehmen ihres Vaters, einem mittelständigen Betrieb zur Erzeugung medizinisch-technischer Geräte, aufgewachsen. Sie will nach einem einschlägigen Studium in das Unternehmen einsteigen. Da sie sowohl technisch als auch wirtschaftlich interessiert ist, hat sie in einem ersten Schritt folgende Liste möglicher Studien zusammengestellt, vorerst ohne eine Gewichtung vorzunehmen:
Medizintechnik (FH)
Produktion und Management (FH)
Rechnungswesen und Controlling (FH)
Unternehmensführung/ Management (FH)
Biomedical Engineering (Technische Uni)
Biomedizinische Informatik (Privat- Uni)
Medizinische Informationstechnik (FH)
Da die Neigungen eindeutig sind und die Liste bereits auf speziellen Studien abgestimmt ist, braucht Rosa, um weitere Entscheidungen treffen zu können, erst einmal Detailinformationen zu den Studiengängen.
> Schritt 3 zeigt, wie man dazu kommt.
Nachdem sich Rosa über > Schritt 3 die notwendigen Informationen beschafft hat, entscheidet sie sich für den FH- Studiengang „Produktion und Management“. Dieser verbindet ihre zwei Interessensgebiete Betriebswirtschaft und Technik.
Die typischen Merkmale eines FH-Studiums, wie z.B. klare berufliche Ausrichtung, kommen ihr entgegen, die straffe, schulähnliche Organisation liegt ihr und mit Zeitdruck kann sie gut umgehen.
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Vor der Entscheidung sich über > 3.3. Arbeitsmarkt, Arbeit der Zukunft, voraussichtliche Entwicklungen informieren!
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